Mitmachaktion 2023

Auch in 2023 gibt es wieder eine Mitmach-Aktion. Wie in den beiden Vorjahren beteiligen sich wieder zahlreiche Organisationen und Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik und Sport mit Videos und Statements. In den Beiträgen machen sie auf die Missstände aufmerksam oder informieren, welche Hilfeangebote es gibt.

Diese Beiträge erscheinen dann vom 25. November bis 10. Dezember 2023 nacheinander hier und auf den Social Media-Kanälen von Lübeck wird orange auf Facebook und Instagram.

25. November 2023

Video: Klare Zeichen gegen Gewalt. (Zum Abspielen auf das Bild klicken.)

Aminata Touré

(C) MINISTERIN FÜR SOZIALES, JUGEND, FAMILIE, SENIOREN, INTEGRATION UND GLEICHSTELLUNG

25. November 2023

Video: ZONTA SAYS NO! - Jeden dritten Tag stirbt in Deutschland eine Frau durch Partnergewalt. Weltweit ist jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von sexualisierter Gewalt betroffen. (Zum Abspielen auf das Bild klicken.)

Zonta Union

(c) Zonta Union / Kelvinfilm GmbH

26. November 2023

Gewalt hat viele Gesichter: Gewalt beginnt schon da, wo jemand zum Beispiel beschimpft, erniedrigt, bedroht, kontrolliert oder in seiner Freiheit eingeschränkt wird. Rund 80% der Betroffenen von Partnerschaftsgewalt sind Frauen.

Gewalt gegen Frauen passiert nicht zufällig. Meist handelt es sich um eine stetige und systematische Verschärfung der Gewalt. Eine Gewaltspirale entsteht, an deren Ende der Mord an einer Frau stehen kann. Gewalt gegen Frauen ist weder ein Einzelfall noch eine Privatangelegenheit, sondern ein gesellschaftliches Problem. Nur gemeinsam können wir den Kreislauf der Gewalt durchbrechen. Dafür braucht es ein Hinsehen und entschiedenes Handeln der Gesellschaft.“

KiK Netzwerk bei häuslicher Gewalt

©KiK Netzwerk bei häuslicher Gewalt

26. November 2023

Video: Mit der Aktion "Read the Signs" will der Soroptimist International Club Lübeck / Bad Schwartau auf die verschiedenen Arten und Zeichen von Gewalt aufmerksam machen. (c) Soroptimist International Club )

Soroptimist Club Lübeck / Bad Schwartau

(C) Soroptimist International

27. November 2023

Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben ohne Gewalt. Opferschutz geht alle an!“

Norbert Trabs, Leiter der Polizeidirektion Lübeck

©Polizeidirektion Lübeck

27. November 2023

Video: Wir sind eine Beratungsstelle für Frauen* und Mädchen* sowie inter, trans und nicht-binäre Menschen ab 14 Jahren, die in der Vergangenheit Gewalt erfahren haben oder aktuell von Gewalt betroffen sind. Unser Beratungsangebot richtet sich auch an Angehörige und unterstützende Personen von Betroffenen sowie Fachkräfte. Der Frauen*notruf Lübeck bietet persönliche und telefonische Beratungen sowie Beratungen über Text us! An. Wir helfen Ihnen – vertraulich, anonym und kostenlos. 0451 – 70 46 40 kontakt@frauennotruf-luebeck.de www.frauennotruf-luebeck.de

Frauen*notruf Lübeck

(C) Frauen*notruf Lübeck

28. November 2023

Video: Häusliche Gewalt ist keine Privatsache.

Polizeidirektion Lübeck

(C) Polizeidirektion Lübeck

28. November 2023

„Gewalt kommt nicht in die Tüte“
Zum internationalen Aktionstag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am Samstag, 25. November, findet eine gemeinsame Aktion aller Caritas-Beratungsdienste in der Woche vom 27.11.2023- 01.12.2023 statt.
Die Caritas Lübeck möchte mit Tüten, die mit der Notfallkarte des Hilfetelefons und Anlaufstellen in Lübeck bestückt sind, ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen setzen.
Uns ist besonders wichtig, dass in Not geratene Frauen und Mädchen wissen, wo sie Hilfe finden und dass Angehörige und Nachbarn aufmerksam sind. Denn die Grenzen von psychischer zu körperlicher Gewalt sind fließend. Das Thema Häusliche Gewalt darf nicht tabuisiert werden.
Dieser alljährliche Aktionstag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ist so aktuell wie nie zuvor: Allein in Schleswig-Holstein sind im Jahr 2020 3.874 Fälle bekannt geworden, in denen Frauen von ihren Partnern Gewalt angetan wurde. Die Corona-Pandemie hat diese Zahlen nochmals ansteigen lassen. Jede Stunde wird eine Frau in Deutschland Opfer von Gewalt. Dazu zählen sexuelle Belästigung, Stalking und psychische Gewalt ebenso wie Vergewaltigung, Missbrauch und häusliche Gewalt.
Nichts kann Gewalt an Frauen, Mädchen, Jungen rechtfertigen. Wir werden auch in diesem Jahr Flagge zeigen und zum 25.11.2021 die Fahne „Frei leben-ohne Gewalt“ an unserem Haus im Fegefeuer 2 in Lübeck befestigen.“

Caritas Lübeck

© Caritas Lübeck

28. November 2023

„Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen undMädchen muss aufhören!“

Jan Lindenau, Bürgermeister der Hansestadt Lübeck

© HL Lübeck / Stefan Schenk

29. November 2023

Wir stellen uns klar gegen jede Form von sexualisierter Gewalt gegen Frauen. Dazu gehören für uns aufdringliche Blicke, anzügliche Sprüche, heimliches Fotografieren, ungewollte Berührungen, das Verabreichen von K.O. Tropfen, Drohungen sowie das Erzwingen von sexuellen Handlungen. Sexualisierte Gewalt kann zu einer massiven Beeinträchtigung der körperlichen und psychischen Integrität der Betroffenen führen.“

Frauen*notruf Lübeck

© Frauen*notruf Lübeck

29. November 2023

2022 kam es zu 133 Tötungsdelikten an Frauen. Jeden Tag gibt es in Deutschland einen Tötungsversuch an einer Frau. Sie erleiden Gewalt, weil sie Frauen sind. 
Femizide dürfen kein Tabuthema mehr sein! Femizide müssen endlich auch im Gesetz als solche benannt und erfasst werden. Jede* hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit.“

Frauen*notruf Lübeck

© Frauen*notruf Lübeck

29. November 2023

Video: Ein Ort für alle Frauen

Frauenkommunikationszentrum Aranat

(C) Frauenkommunikationszentrum Aranat

30. November 2023

Video: Mit ihrer Aktion "Read the Signs" will der Soroptimist Club Lübeck / Bad Schwartau auf die verschiedenen Zeichen von Gewalt aufmerksam machen.

Soroptimist International Club Lübeck / Bad Schwartau

(C) Soroptimist International

30. November 2023

Gewalt gegen Frauen darf NIE geduldet werden und die Betroffenen und ihre Kinder brauchen schnelle Unterstützung und Sicherheit.“

Elke Sasse, Gleichstellungsbeauftragte in Lübeck

© Christine Rudolf

1. Dezember 2023

Wir zeigen klare Haltung und sagen „nein“ zur Gewalt!“

Gemeindediakonie Lübeck

© Gemeindediakonie Lübeck

1. Dezember 2023

Gewalt gegen Frauen ist nicht nur ein Frauenproblem. Es ist ein Problem der gesamten Gesellschaft, und wir alle tragen die Verantwortung, es zu bekämpfen.“ – Patricia Ireland

Gemeindediakonie Lübeck

© Gemeindediakonie Lübeck

1. Dezember 2023

Wir sagen NEIN zur Gewalt und möchten die Betroffenen bestärken, Hilfe in Anspruch zu nehmen.“

Peggy Kröger, Geschäftsführerin Operativ

© Agentur für Arbeit Lübeck

2. Dezember 2023

Video: Autonome Frauenhaus Lübeck.

Autonome Frauenhaus Lübeck

(C) Autonome Frauenhaus

2. Dezember 2023

Wir sagen NEIN zur Gewalt an Frauen.“

Biff Lübeck

© Biff Beratung für Frauen Lübeck

3. Dezember 2023

STOPPT Gewalt an Frauen*!
Mehr Bilder unter www.facebook.de/luebeckwirdorange oder www.instagram.com/luebeck_wird_orange

© Mixed Pickles Lübeck

3. Dezember 2023

Video: Mit ihrer Aktion "Read the Signs" macht Soroptimist International Club Lübeck / Bad Schwartau auf die verschiedenen Zeichen von Gewalt aufmerksam. (Zum Abspielen auf das Bild klicken)

Soroptimist International Club Lübeck / Bad Schwartau

(C) Soroptimist International

4. Dezember 2023

Video: "Wir machen Dich stark." (Zum Abspielen auf das Bild klicken)

Weisser Ring Lübeck

(C) Weisser Ring Lübeck

4. Dezember 2023

Immer ein offenes Ohr.“

© Förderverein der Telefonseelsorge

5. Dezember 2023

Jeder Mensch hat ein Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit.“

© Gemeindediakonie Lübeck

5. Dezember 2023

Frieden und ein angstfreies Miteinander für alle Menschen.“

© Gemeindediakonie Lübeck

5. Dezember 2023

Es ist uns im Theater Lübeck auch dieses Jahr wieder ein großes Anliegen, auf die schwer zu ertragende Missstände hinzuweisen, die Frauen* auf der ganzen Welt in unterschiedliche Ausprägungen zu erleiden haben. Das Streben nach Gleichberechtigung aller Menschen und das Entstehen gegen Gewalt gegen Frauen* ist für uns ein wichtiges Thema – nicht nur auf der Bühne.“ 

Malte C. Lachmann, Schauspieldirektor Theater Lübeck

© Theater Lübeck

6. Dezember 2023

Wir setzen uns für den Abbau der historisch gewachsenen, ungleichen Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen ein! Nur eine tatsächliche Gleichstellung zwischen Frauen und Männern ist ein wirksames Mittel zur Verhinderung von Gewalt gegen Frauen.“ 

Kristin Blankenburg, SPD Lübeck

©SPD Lübeck

6. Dezember 2023

Video: Ilona Jarabek, Geschäftsführerin der Musik- und Kongresshalle Lübeck, hat eine klare Meinung zum Thema Gewalt gegen Frauen.

Ilona Jarabek, MuK Lübeck

(C) MuK Lübeck

7. Dezember 2023

Stoppt Gewalt an Frauen! Jede Tat ist eine zu viel. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass Frauen und Mädchen frei von Gewalt leben können. Dass es mehr Schutz, Sicherheit und Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft gibt, dazu können wir alle beitragen.“ 

Dr. Felicia Sternfeld, Leiterin Europäisches Hansemuseum

©EUROPÄISCHES HANSEMUSEUM, FOTO: LENA MORGENSTERN

7. Dezember 2023

Echt qualitativ hochwertige Prävention ist die Investition in eine Zukunft ohne patriarchale Gewalt.“

Heike Holz, Geschäftsführerin des PETZE-Instituts für Gewaltprävention

©PETZE, FOTO: TORSTEN PINNE

8. Dezember 2023

Video: Bettina Greiner, Leiterin des Willy Brandt-Haus Lübeck, zum Thema Gewalt gegen Frauen.

Bettina Greiner, Willy Brandt-Haus Lübeck

(C) Willy Brandt-Haus Lübeck

8. Dezember 2023

Was Frauen werden und sind, wie sie leben wollen, bestimmen sie längst selbst. Und gegen diese feministischen Erfolge richtet sich die Gewalt, auch in Worten.“

Charlotte Kerner, Autorin

©Wolf-Dietrich Turné

9. Dezember 2023

Gewaltschutz für Frauen und Kindeswohl nicht gegeneinander ausspielen!
Gewalt an Frauen hat viele Gesichter. Auch Institutionen können Gewalt ausüben. Wie sie handeln und bewerten, wie sie urteilen und was gesehen wird, ist oftmals mit geschlechtsspezifischen Zuschreibungen verknüpft. Das ist eine Form der institutionalisierten Gewalt, die umso schwerer wiegt, als sie oft schwer zu erkennen ist. Die Autorin und Juristin Asha Hedayati mahnte an, Form der institutionalisierten Gewalt zu benennen: Wenn „Familiengerichte Teil eines Systems von Gewalt gegen Frauen“ sind, dann müssen wir die geschlechtsspezifischen Beurteilungen und bewertenden Annahmen verstehen. Stereotype Annahmen über Mutterschaft oder der Mythos einer angeblichen Väter-Benachteiligung verkennt die Rolle und die Lebenslagen von alleinerziehenden Müttern und macht Täter zu Opfern. Dass hier dringend gehandelt werden muss, zeigen auch internationale Konventionen. So hat die Group of Experts on Action against Violence against Women and Domestic Violence (GREIVO) Deutschland angemahnt, für die Umsetzung der Istanbuler Frauenkonvention dringend eine Reform des Familienrechts anzustreben. Sorge- und Umgangsrecht werden oftmals höher bewertet als der Gewaltschutz von Frauen. Gewalt an Frauen hat viele Gesichter. Wir dürfen nicht wegschauen, wir müssen Gewalt benennen und wir müssen sie verstehen wollen. Wir müssen ihre Mechanismen aufzeigen und die damit verbundenen Praktiken in den Blick nehmen. Ich wünsche mir mehr Sichtbarkeit für dieses wichtige Thema. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Denn Gewaltschutz betrifft das Leben von Müttern, die Zukunft und das Leben von Kindern und Vätern.“ 

Birgit Stammberger, Universität zu Lübeck

© Hans-Jürgen Wege

9. Dezember 2023

Wenn Frauen nicht gehört werden – dem Stummschalten eine Stimme geben!
Situationen zu erleben oder Erfahrungen zu machen, diese zu deuten und uns mit anderen darüber auszutauschen, ist eine sehr alltägliche Praxis. Wenn es jedoch um die Deutung von Missbrauch, Ausgrenzung oder Gewalt und das Sprechen darüber geht, stehen betroffenen Frauen diese Praktiken häufig nicht zur Verfügung. Das machen ihre Berichte sehr deutlich.
Epistemische Ungerechtigkeiten entstehen, wenn Personen daran gehindert werden, ihren Wahrnehmungen zu trauen oder sich selbstständig Wissen zu bilden. Zum Beispiel, wenn sie aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe von Praktiken des Austausches ausgeschlossen werden oder ihnen kein Vokabular für ihre Erfahrungen zur Verfügung steht. Dann heißt es oft: Stellt Dich nicht so an! Gerade wenn der Austausch oder das passende Vokabular fehlen, dann fühlt sich solch ein Rat richtig falsch an.
Wenn einer Person, die Gewalt erfahren musste, nicht geglaubt oder sie nicht gehört wird; ja, wenn der Missbrauch, die Gewalt noch nicht einmal sprachlich fassbar ist, wie etwa Übergriffe in der Katholischen Kirche, auch Rassismuserfahrungen im Gesundheitssystem oder auf Amtsstuben, dann handelt es sich um eine Ungerechtigkeit, die nicht einfach nur moralisch verwerflich ist, sondern die darüber hinaus in der bestehenden Wissens- und Gesellschaftsordnung verankert ist.
Silenceing, also Stummschalten, oder ein Sinnesraub, „Das ist übertrieben!“, das war keine Diskriminierung, „es hat nicht wehgetan“, gehört nicht zu einer, wie der Israelische Philosoph Avishai Margalit sagen würde, „anständigen und gerechten Gesellschaft“!“
 

Prof. Dr. Christina Schües, Institut f. Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung

© Christina Schües privat

9. Dezember 2023

 Video: 1. Damen MTV-Lübeck Handball gegen Gewalt an Frauen! Fairness, Respekt, und Gleichberechtigung sind unsere Werte, auf und neben dem Spielfeld. Gemeinsam mit der Aktion Lübeck wird Orange sagen wir laut und deutlich: Nein zu Gewalt an Frauen! Mit unserer Banner-Aktion wollen wir (unterstützt von diversen Teams innerhalb des Vereins) bei unseren Handballspielen auf das Problem aufmerksam machen und Flagge zeigen.

MTV-Lübeck-Handball

©MTV Lübeck Handball

10. Dezember 2023

Nein zur Gewalt gegen Frauen! Patriarchale Strukturen bekämpfen – immer und überall!“
 

Judith Bach

© Grüne Fraktion Lübeck

10. Dezember 2023

Kinder – Gewalt – Alkohol: „Nein““
 

Catharina Lorentzen

© Grüne Fraktion Lübeck

10. Dezember 2023

Video:
Kennt ihr die Gedanken? Eigentlich passt das Thema hier nicht rein! Es ist echt peinlich!
Im Grunde ist es nicht sooo schlimm. Gibt so viele wichtigere Themen? 
Eigentlich können die anderen es nicht mehr hören! Aber! Ist das Problem nicht gerade das, dass keiner darüber spricht. Dass es unangenehm und konfrontierend ist und so schlimm, dass es lieber verdrängt wird? 
Deshalb müssen wir darüber reden! Und ja, wir müssen so lange nerven, bis reagiert wird! Bis man es erst nimmt! Gewalt ist das, was weh tut! Physisch, psychisch und seelisch! Und es ist immer ein wichtiges und ernstes Thema! 
Heute sind wir Laut! Und so soll es sein! Bis es aufhört weh zu tun! Gewalt gegen Frauen ist kein Tabuthema! Und wir sind diejenigen, die es benennen! Wenn es sein muss, jeden Tag aufs Neue! Bis alle aufhören genervt zu sein und endlich zuhören! Endlich handeln!

Karin Burakowski

© Grüne Fraktion Lübeck

© Lübeck wird orange 19. Juni 2024